14. Januar 2014   Politik

Die Ideologie des Regenbogens

Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens

Unter diesem Titel läuft seit dem 28.11.2013 eine Online-Petition auf openpetition.de, die sich gegen Homosexualität als Unterrichtsthema richtet.

Der Initiator dieser Kampagne erhält für seine intoleranten, homophoben Ansichten in der Presse, im Fernsehen und im Internet eine große Plattform. Diese Petition zeigt, dass die Pläne der baden-württembergischen Landesregierung, die “Akzeptanz sexueller Vielfalt” an Schulen durch den neuen Bildungsplan zu fördern, wichtig ist. Zeigt sie doch auf erschreckende Weise, mit über 100.000 Unterzeichnern, wie verbreitet homophobe Ängste in Baden-Württemberg und dem Rest der Republik immer noch sind.

 

Es ist erschreckend, dass man immer wieder seine Mitmenschen darauf aufmerksam machen muss, was und wer alles zur Gattung Mensch gehört. Es sind eben nicht nur Weiße, Christen, Männer oder der Deutsche. Nein, zur Gattung Mensch gehören auch Ausländer, die Juden, Flüchtlinge vor unserer Haustüre, Afrikaner, Asiaten und, ja auch Schwule, Lesben und Transgender. Alle diese Menschen gehören zu unserer „Normalität“ und haben das Recht, auch so behandelt zu werden.

 

Ich als Betroffene, war sehr überrascht und auch bestürzt darüber, als ich die Petition las. Als ich die Kommentare der verschiedenen Publikationen im Netz durchlas, war ich offen angeekelt und sprachlos, obwohl es mich nicht überraschen sollte, dass ein solches Thema vor allem Schreiberlinge, wie den aus Kreutz.net bekannten Kurt J. Heinz, anzieht. Solche Menschen nutzen jede Gelegenheit, um gerade jetzt vor der Europawahl, Wähler an den rechten Rand zu ziehen.

Ja, ich selbst habe einen transsexuellen Hintergrund, wie ich gerne sage. Als Transsexuelle oder Transgender möchte ich mich nicht mehr bezeichnen. Die Zeiten meines Coming-Out sind längst Geschichte und ich lebe hier in Rottenburg schon seit einem Jahrzehnt als ganz normale Frau. Unter Diskriminierung habe ich ganz sicher nicht zu leiden. Neugier ja. Vor allem bei Jugendlichen und Kindern, welche oft viel unbefangener sind als wir Erwachsene und einfach wissen wollen „was“ ich bin und die viel weniger Schwierigkeiten damit haben, zu verstehen wieso und weshalb ich so bin, als ihre Eltern.

Als staatlich anerkannte Sozialpädagogin halte ich regelmäßig Referate vor Studierenden über „sexuelle Sozialisation“ . Im Laufe der Jahre erhält man durch diese Arbeit ein recht gutes Bild über die sexuelle Sozialisation unserer Jugend im Ländle. Ich sehe da eine Jugend die froh ist, dass über solche Themen nun offen gesprochen werden darf. Eine Jugend, die sich wünschen würde, dass die Gesellschaft endlich in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts ankommt.

Und das es tatsächlich so ist, zeigt vor allem die heftige Reaktion in Form einer Gegenpetition, die seit einer Woche läuft und bis heute schon über 63.000 Unterzeichner gewonnen hat. Es freut mich zu sehen wie viele Mitmenschen hier ein Zeichen setzen wollen gegen Intoleranz und Homophobie!

Unterzeichnen auch Sie diese Gegenpetition um zu zeigen, dass Intoleranz und Ausgrenzung in Baden-Württemberg nichts zu suchen haben.

Mich lässt eine Frage nicht mehr los, seit ich mich mit dieser Petition beschäftigen muss. Ich kann mir diese Frage leider nicht selber beantworten, da ich keine Kinder habe. Ich verstehe ja, dass man als Vater oder Mutter viele Ängste hat. Ich kann mir da in unser heutigen Zeit auch so einiges vorstellen. Aber Angst zu haben, dass sein Kind homosexuell oder transsexuell wird, weil in der Schule darüber im Unterricht geredet wird? Gehört das wirklich zu den Ängsten, die Eltern bewegen?

 

 

freie Bücher

Seit einiger Zeit teilen wir ja schon unser Blättle über unsere ownCloun. Nun kommt eine bis jetzt noch kleine Sammlung freier Bücher hinzu. Die Sammlung ist zwar noch klein, wird aber im laufe der Zeit wachsen.  

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