02. Juli 2018  

Katholische Erzieherinnen in Rottenburg protestieren

In einer beispiellosen Aktion haben 142 ErzieherInnen aus 18 katholischen Einrichtungen eine angemessene Eingruppierung entsprechend ihrer Qualifikation und ihrer tatsächlichen Tätigkeit gefordert. Ihr Brief ging an Rottenburgs Bürgermeisterriege und an alle Fraktionen. Hier das Antwortschreiben der Gemeinderäte der Linken, die diese Forderungen unterstützt:

 

Dr. Emanuel Peter

Dr. Christian Hörburger

(Gemeinderäte Die Linke in Rottenburg)

Rottenburg, den 1.Juli 2018

An die pädagogischen MitarbeiterInnen beim Zweckverband Katholischer Kindergärten in Rottenburg

Sehr geehrte Damen,

wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihren ausführlichen Brief, dessen Inhalt wir uneingeschränkt teilen. Wir finden Ihre Argumente für eine leistungsgerechte Bezahlung (unbegründete Rückstufung nach Elternzeit und die damit verbundene Gefahr der Altersarmut) sehr überzeugend.

Seit Jahren stellen wir – zumeist als einzige Liste im Gemeinderat Rottenburg – zu jeder Haushaltsberatung Anträge auf eine Höhergruppierung und leistungsgerechte Bezahlung für die ErzieherInnen. Denn spätestens seit dem Orientierungsplan ist deutlich geworden, dass die Einstufung als „Zweitkräfte“ nicht der Realität und den gewachsenen Anforderungen an Ihre wichtige Arbeit entspricht. Er setzt eine höhere Qualifikation für U3, Inklusion und Integration voraus und macht durch die Bewertung von Entwicklungsfortschritten, Elterngesprächen und zusätzlichen Förderungen zugleich deutlich, dass diese Zeit ein wichtiger Teil im Entwicklungs- und Bildungsprozess der Kinder ist. Deshalb tritt DIE LINKE dafür ein, dass die Kinderbetreuung Teil des Grundrechts jedes Kindes auf Bildung gehört und grundsätzlich gebührenfrei sein muss. Die Erziehungskräfte müssen leistungsgerecht entlohnt werden, auch weil sie vor Altersarmut geschützt werden müssen. Diese höhere und leistungsgerechte Entlohnung wäre zugleich ein wichtiger Impuls für eine Ausbildungsoffensive, um Interessierte für die Ausbildung in PIA-Stellen zu gewinnen und den Fachkräftemangel in diesem Bereich einzuschränken.

Bisher hat die Stadtverwaltung unsere Haushaltsanträge nach angemessener Entlohnung immer mit dem Argument abgelehnt, dies würde den städtischen Haushalt zu sehr belasten, da sie indirekt auch einen Anteil für die kirchlichen Erziehungskräfte bezahlen müsste. Sie hat also kirchliche und städtische ErzieherInnen letztlich gegeneinander ausgespielt. Deshalb begrüßen wir es sehr, wenn jetzt die kirchlichen ErzieherInnen für eine leistungsgerechte Entlohnung eintreten.

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir gern zu Gesprächen und eventuellen gemeinsamen Aktionen zur Unterstützung Ihrer berechtigten Forderungen bereit sind.

 

Mit freundlichen Grüßen – Dr. Christian Hörburger und Dr. Emanuel Peter

 

 

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