21. Mai 2019  

Rottenburgs SPD - kopflos!

 

Ist die Rottenburger SPD noch zu retten? Im Dezember hat sie im Gemeinderat die Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes auf den Durchschnitt der Umlandgemeinden abgelehnt. Das hätte Rottenbur jährlich 800.000 Euro Gewerbesteuern mehr und weniger Konkurrenz beim Flächenverbrauch durch Logistiker und Supermärkte gebracht. Jetzt will die SPD 13 ha am Oberen Feld mit Gewerbe bebauen. Wirtschaftsförderer Lanio hatte einen Bedarf von fünf Hektar für die Kernstadt errechnet. Außerdem ist das Obere Feld/ Ähneshalde als Alternative zum Galgenfeld im Gemeinderat mit 21 zu zwei Stimmen abgelehnt worden – auch mit denen der SPD! Nicht Rottenburg entwickelt sich zur „Schlafstadt“, sondern die SPD hat die Zukunft längst verschlafen. Von den 1.600 Arbeitsplätzen mehr in den letzten Jahren (2010-2017) sind laut Statistischem Landesamt im produzierenden Gewerbe 44 Stellen hinzugekommen, bei den sonstigen Dienstleistungen über 1.000 Stellen in Verwaltung, Pflege, Kinderbetreuung und innovativem Gewerbe. Dort findet Entwicklung statt, gerade auch für die Jüngeren, und braucht wesentlich weniger Gewerbefläche! Aber für die SPD sind Schutz der Natur und der Artenvielfalt, Stärkung der regionalen Kreislaufwirtschaft mit wohnortnaher Herstellung unserer Lebensmittel ohnehin Fremdwörter von „veränderungsunwilligen Älteren“ (Bednarz). Von Fridays for Future hat die SPD jedenfalls nichts kapiert!

 

Leserbrief Dr. E. Peter ans Schwäbisches Tagblatt, 21.5.2019

 

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