Neues aus dem Neckartal

Politisches nicht nur aus Rottenburg, Hirrlingen, Starzach und Neustetten

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 ihre NNT Redaktion

 

 


 

 


19. April 2018  

Bürgerbegehren gegen Gewerbegebiete startet!

Am Samstag, den 21.April startet das Aktionsbündnis gegen ein Gewerbegebiet im Galgenfeld/ Rammert - von der Stadt in "Herdweg" umgetauft - die Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren ab 10 Uhr auf dem Metzelplatz in Rottenburg. Dies ist die erste Stufe für den Antrag auf einen Bürgerentscheid. Unterstützt wird das Bürgerbegehren vom Ortschaftsrat Kiebingen und der Linken in Rottenburg. Denn der mehrheitliche Beschluss des Gemeinderats vom 20. März ermöglicht nicht nur die Bebauung vom Galgenfeld, sondern weiterer Gebiete, die im gleichfalls beschlossenen Ima-Komm-Gutachten aufgelistet sind:

Im beschlossenen Strategieprogramm werden als „Potenzialflächen“ ausdrücklich Wurmlingen, Wendelsheim, Seebronn, Ergenzingen, Hemmendorf und Dettingen aufgeführt! Hinzu kommen alle brachliegenden Gwerbegrundstücke, die erfasst werden sollen. Nicht zufällig sprich das Strategiepapier von 19,5 ha Fläche, die „derzeit noch zur Verfügung“ stehen, die gesamte "Gewerbestrategie" geht von 35 Hektar neuer Gewerbefläche aus.

Wir rufe alle auf, den Antrag auf ein Bürgerbegehren zu unterschreiben - die bisherigen Unterschriften gelten dafür nicht.

 

Hier der Leserbrief von Dr. Emanuel Peter zum Arbeitsplatzargument des Bürgermeistertrios, veröffentlicht am 19.April im Schwäbischen Tagblatt:

 

Rottenburg - ein Schmarotzer?


Lebt Rottenburg „auf Kosten anderer Städte und Gemeinden“, weil es „über deutlich weniger Arbeitsplätze und über deutlich geringere Steuereinnahmen“ als andere Mittelzentren (Rottenburger Mitteilungen Nr. 15, Seite 4) verfügt!? Selten hat ein Bürgermeister-Trio die eigene Stadt so schlecht geredet wie OB Neher und die Bürgermeister Weigel und Dr. Bednarz. Offensichtlich steht das Trio mit dem Rücken zur Wand, um mit unhaltbaren Behauptungen neue Gewerbegebiete durchzusetzen. Sie unterstellen, neue Arbeitsplätze entstünden nur oder hauptsächlich durch Gewerbe. Von 1.600 neuen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gab es im Zeitraum 2011-2016 nur 44 im produzierenden Gewerbe mehr, dafür 495 in Handel und Gastgewerbe und 1.000 in den „Sonstigen Dienstleistungen“ (Statistisches Landesamt). Zählen diese Arbeitsplätze in Erziehung, Pflege und Verwaltung für das Trio etwa nicht? Bringen sie durch Lohnsteuern und Kaufkraft etwa keinen Gewinn für unsere Stadt? Ganz abgesehen von der „Kopfpauschale“ von über 1.500 Euro pro Einwohner, die die Stadt vom Land über den Kommunalen Finanzausgleich für Daseinsvorsorge und Infrastruktur erhält. Was soll diese Angstmache mit Zahlentricks? Muss jede Stadt durch möglichst viel Gewerbe und Industrie verunstaltet werden? Unsere Lebensqualität durch gute Landwirtschaft, Natur, Naherholung, Kitas und Pflege sollte durch eine nachhaltige Entwicklung unserer Stadt und durch gut bezahlte und dauerhafte Arbeitsplätze erhalten werden. Davon profitieren auch andere Städte!

Anregungen

Anregungen an:

Stadtrat Dr. Emanuel Peter, Zieglerweg 3, 72108 Rottenburg

  • Tel.: 07472 42069
  • e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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