30. Juli 2019  

Ergenzingen im VVS - BeScheuerte Verkehrspolitik

Erfolg für das 20-jährige Engagement der Ergenzinger: Ab 1.Januar 2020 sind sie im VVS und müssen nach Stuttgart nicht mehr zwei Tickets mit hohen Preisen lösen. Ob die Züge tatsächlich fahren, die Fahrgäste pünktlich und sicher ankommen, steht aber in den Sternen. Denn 1.250 Bahnbrücken müssen wegen Einsturzgefahr abgerissen und weitere 1.000 in den nächsten fünf Jahren wegen hohem Alter saniert werden. Der Sanierungsbedarf verdreifachte sich in den letzten Jahren auf 28 Milliaren Euro. Ursache ist, dass laut Handelsblatt die Bahn ihre Brückenstatistik gefälscht hat – Ex-Bahnchef Grube wollte die DB für renditegierige Aktionäre börsenreif trimmen. Bis heute ist der Staatsvertrag mit der Schweiz von 1996 zum zweispurigen Ausbau der Gäubahn nicht umgesetzt. Erst dann funktioniert ein umweltfreundlicher Güterverkehr Rotterdam – Genua, blockiert nicht mehr die Brenner-Autobahn und könnte durch einen Halbstundentakt den ÖPNV nach Stuttgart attraktiver machen.

Aber Totalversager Scheuer wird für Brückenerneuerung und Gäubahn kaum Geld haben, da er nach seiner Pleite mit der PKW-Maut mit den zwei Maut-Gesellschaften über 550 Mio. Euro Entschädigung als „Bruttounternehmenswert“ an sie zahlen muss. Mit seinen voreiligen Verträgen hat er laut Grünen sogar den Bundestag hintergangen. Dieser „Verkehrsminister“ ist nicht nur ein finanzielles Sicherheitsrisiko und muss sofort zurücktreten. Auch wegen des Klimas brauchen wir Milliarden für eine Bürgerbahn statt für eine Börsenbahn!

 

Leserbrief Dr. Emanuel Peter (26.7.2019)

 

P.S. Inzwischen wurde der angekündigte Betrag von 88 Milliaren Euro zur Bahnsanierung in den nächsten Jahren vom Fernsehsender N 42 angesichts des riesigen Investitionsbedarfs als "reine Peanuts" bezeichnet.

 

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