26. April 2019  

Kommunalwahlprogramm 2019

DIE LINKE Rottenburg: Klare Kante für Demokratie, Soziales und Umwelt

 

Chancen für unsere Stad tnutzen

Unsere Stadt mit ihren 17 Teilorten hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Sie ist zu einem Zen­trum für Bildung, Ausbildung und Dienstleistungen und strahlt in die gesamte Region aus: Im schönen Neckartal mit seinen naturnahen Erholungsgebieten, seiner landwirtschaftlichen Produktion für den örtli­chen Bedarf und schönen Märkten, mit einem vielfältigen Bildungsangebot von der Kinderbetreuung, ei­ner Musikschule (VHS) und einer Hochschule für Forstwissenschaft ist sie für junge Familien und wie für Senioren attraktiv. Eine lebendige Musikszene und zahlreiche Kunstausstellungen ziehen viele Men­schen aus der ganzen Region an. Im Zuzug vieler Bürger aus dem In- und Ausland – ein Drittel der Ein­wohner hatte seine Wurzeln woanders – sehen wir große Chancen für die Entwicklung der Wirtschaft, der Kultur und im Zusammenleben. Sie zu nutzen, ist eine gemeinsame Aufgabe aller Teilorte und der Kern­stadt. DIE LINKE möchte dazu ihren Beitrag leisten.

 

Lebendige Demokratie gemeinsam stärken

Demokratie ist die Regierung des Volkes durch das Volk für das Volk.

Abraham Lincoln

Der Bürgerentscheid über die Gewerbestrategie für Rottenburg hat gezeigt: In grundlegenden Fragen wie der Umwelt, der Entwicklung der Gesamtstadt und unserer Lebensqualität engagieren sich immer mehr Bür­gerInnen und wollen an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Die Stadt und ihre Verwaltung haben den Einwohnern zu die­nen und nicht umgekehrt. Deshalb müssen sich alle frei informieren und diskutieren können, gewählte Ver­treter der Einwohner müssen ungehindert Zugang zu städtischen Veran­staltungsräumen erhalten. Die Bürgerbeteiligung muss ausgebaut werden und die Entscheidungsprozesse müssen transparent sein. Das zeigen nicht zuletzt die „Quartiersentwicklung“ im Kreuzerfeld, Abholzak­tionen im Schänzle und am Märchensee (Wendelsheim). Die Stadtverwaltung darf die Bürgervorschläge aus „ergebnisoffenen“ Planungswerkstätten nicht achtlos beiseiteschieben. Bei den Haushaltsberatungen sollen die Ortsvorsteher volles Stimmrecht erhalten, um das Gewicht der Teilorte für die Gesamtentwick­lung anzuerkennen. Rottenburg braucht einen sozialen und umweltfreundlichen Neustart und eine starke Opposition im Gemeinderat! DIE LINKE ist dazu bereit.

 

Lebensqualität durch Natur- und Artenschutz verbessern

Wo ich irgendwelches Leben schädige, muss ich mir darüber klar sein,

ob es notwendig ist. Über das Unvermeidliche darf ich in nichts

hinausgehen, auch nicht in scheinbar Undeutendem.

Albert Schweitzer

Wir wissen, dass die Ressourcen der Natur endlich sind und wir Wasser, Luft und Böden wesentlich stär­ker schützen müssen als in der Vergangenheit. Sie sind unsere Lebensgrundlage. Deshalb werden wir uns auch in Zukunft gegen den Flächenfraß durch Logistiker, Großunternehmen und Supermärkte zur Wehr setzen, wie dies erfolgreich in Kiebingen gelungen ist. Lärm- und Lichtbelastung, Verschmutzung unserer Umwelt und Gewässer durch Plastik wollen wir verhindern, Abgase und Pestizide zurückdrängen. Wir wollen Artenvielfalt erhalten und weiteres Insektensterben verhindern. Statt eines ungezügelten Wachstumswahns treten wir für eine qualitative und ausgeglichene Entwicklung durch ein Netzwerk von Handwerk, innovativen Dienstleistungen, Gewerbe und kürzeren Transportwege ein. Unser Kleinod soll für gesunde Naherholung und einen naturnahen Tourismus erhalten bleiben. Dafür macht sich DIE LIN­KE stark.

 

Bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt schaffen

Jenseits des Baches wohnen auch Leute.

Bauernweisheit

Die städtische Wohnbaugesellschaft (WBR) entwickelt neue Wohnquartiere mit bezahl­barem Wohnraum und saniert die jahrelang nicht er­neuerten Wohnungen in städtischem Besitz. Aber Rottenburg braucht wesentlich mehr bezahlbaren Wohnraum mit besonderer Berücksichtung von Älteren und Menschen mit Behinderung. Hier muss in den nächsten Jahren ein Investitionsschwerpunkt liegen. Die notwendigen In­vestitionen müssen jetzt getätigt werden, statt sie auf künftige Generationen abzuwälzen!

Wichtig ist uns eine gleichwertige Entwicklung aller Stadtteile, deren Nahversorgung mit Nahrungsmit­teln, Ärzten, Apotheken und einem ansprechenden Öffentlichen Verkehrsnetz. Neben dem Ausbau von Pflegeheimen setzen wir uns für dezentrale Pflegeeinrichtungen und einen starken Ausbau der Tagespfle­ge in den Zentren der Teilorte ein. Kiebingen ist ein Modell dafür, dass Ältere nicht umzuziehen brau­chen, sondern in ihrer vertrauten Nachbarschaft bleiben können. Zur Nahversorgung gehören die Stär­kung von Bauernmärkten und eine biologisch orientierte Landwirtschaft als Grundlage einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. DIE LINKE engagiert sich dafür.

 

Verkehrswende durch Ausbau des ÖPNV und der Radwege beschleunigen

Keine Energiewende ohne Verkehrswende,

die diesen Namen auch verdient.

Franz Alt

Wir wollen die Bahnhöfe der Neckartalbahn als lokale Verkehrsknoten für die Vernetzung von Bahn und Bus wiederbeleben und damit einen Beitrag zur umweltschonenden Verkehrsentwicklung leisten. Woh­nen, Verkehr und soziale Infrastruktur müssen als Einheit gedacht und entwickelt werden. Anstatt den Lieferverkehr und den Indivi­dualverkehr zu fördern, wollen wir den Öffentlichen Nahverkehr preiswerter machen und das Radwegenetz ausbauen. Für die Beschäftigten müssen die Öffentlichen Verkehrsmittel mit den Arbeitszeiten (Früh- und Spätschichten) abgestimmt werden, für SchülerInnen und Auszubilden­de wollen wir den Busverkehr kostenlos machen als ersten Schritt zu einem gebührenfreien ÖPNV. An lokalen Ladestationen sollen Mieträder angeboten werden. DIE LINKE macht sich dafür stark.

 

Kindern und Jugendlichen Zukunftschancen bieten

Erst wenn man genau weiß, wie die Enkel ausgefallen sind,

kann man beurteilen, ob man seine Kinder gut erzogen hat.

Erich Maria Remarque

Die Stärkung von Kinderbetreuung und Schulen mit Sportstätten in den Teilorten tragen zur Aufwertung und zur Chancengleichheit aller Kinder bei. Für uns gilt: Bildung beginnt mit der Geburt und muss von An­fang an gebührenfrei für alle Kinder sein, egal welcher Herkunft, welcher Familie und welcher Religi­on. Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund über Kitas ist die effektivste und schnellste Förderung, von der alle profitieren. Zur gebührenfreien Bildung gehören die Fahrten zur Schule und das gemeinsame Mensa-Essen. Zum Ausbau der Kinderbetreuung gehört eine ausreichende Personalplanung, die weitere Qualifikation und leistungsge­rechte Bezahlung der Erziehungskräfte als Teil ihrer Wertschät­zung.

Die Schulangebote müssen sich nach den Bedürfnissen der Kinder richten: Individuelle Förderung und soziales Lernen in Gemeinschaft sind wichtige Grundlagen. Noch immer fehlt in der Kernstadt eine Ge­meinschaftsschule, die diese Grundlagen umsetzt. Noch immer hinkt die Sanierung von Schulen und Sporthallen der Entwicklung hinterher. DIE LINKE will das ändern.

 

Handwerk, innovative Dienstleistungen und umweltverträgliches Gewerbe stärken

Böses Gewerbe bringt bösen Lohn.

Friedrich Schiller

Wir setzen uns für die Stärkung des örtlichen Handwerks und einer guten beruflichen Qualifikation von Jugendlichen ein, indem wir eine Vernetzung von kleinen Betrieben und überbetrieblichen Ausbildungs­stätten anstreben und finanziell fördern. Gute Bildung und Ausbildung von Fachkräften sind die Basis für eine ge­sunde wirtschaftliche Entwicklung in unserer Stadt. Wir wollen Betriebe fördern, die sich um Aus­bildung und Anstellung von Geflüchteten verdient machen. Wir wollen die hohe Zahl von Beschäftigten mit Minijobs besser stellen, indem diese Jobs in tarifgebundene Verträge umgewandelt werden.

Anstatt viel Boden mit Parkplätzen für Supermärkte und Logistikzentren zu versiegeln, müssen künftig flächenschonende, mehrstöckige Gewerbebauten entstehen. Wir wollen die Förderung innovativer Dienstleistungsanbieter – sie brauchen weniger Flächen. Einen schädlichen Konkurrenzkampf um neue Betriebe zwischen Kommunen mithilfe von niedri­geren Steuern, billigem Boden und langer Flächenvor­haltung lehnen wir ab.

Die Attraktivität unserer Stadt soll durch herausragenden Natur- und Umweltschutz, durch ihren Ruf als Bildungsstadt und durch ihr Engagement für innovative, soziale Betriebe gestärkt werden. Dafür steht DIE LINKE.

 

Engagierte Gemeinderatsarbeit lohnt sich nicht?

Erfolgreiche Initiativen der Linken für Rottenburg

 

Umwandlung der Gewerbebrache DHL in ein Wohngebiet mit preiswerten Mietwohnungen

Ausbau Kita-Betreuung südlich des Neckars (Kreuzerfeld und DHL)

Kostenloses Obst und Gemüse für Kitas und Grundschule

Quartierstreff Kreuzerfeld-Süd (Haus der Nachbarschaft)

Gebührenfreies Parken am Samstag und Sonntag

Schneller Neubau Sporthalle und Schulcampus Kreuzerfeld

Bessere Bezahlung der Tageseltern

Unterstützung des AK Stadtbild (Schänzle)

Starkes Engagement im Aktionsbündnis Galgenfeld

Ausbildungsinitiativen für Geflüchtete

Austausch schädlicher Sparglühbirnen durch LED-Beleuchtung

Alkohol- und Tabakverbot auf städtischen Spielplätzen

Förderung der beiden Theater am Torbogen und Hammerschmiede

 

freie Bücher

Seit einiger Zeit teilen wir ja schon unser Blättle über unsere ownCloun. Nun kommt eine bis jetzt noch kleine Sammlung freier Bücher hinzu. Die Sammlung ist zwar noch klein, wird aber im laufe der Zeit wachsen.  

zu den Büchern

 Wenn ihr auch Bücher mit uns Teilen möchtet, könnt ihr das entweder per Mail info@linuxservice-education.de Oder über die Cloud, 

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Du glaubst du kanst eh nichts ändern in deiner Stadt? Dann schau mal hier!

 

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